Krankenvollversicherung

Selbständige, Beamte und Angestellte über einem bestimmten Einkommen (2010 = 3.750 EUR pro Monat, 45.000 EUR pro Jahr) können die gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)verlassen und in die Private Krankenversicherung (PKV) eintreten. Der monatliche Beitrag ist abhängig von Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang des gewählten Tarifes.
Der große Vorteil der PKV liegt in dem großen Leistungsumfang gegenüber der GKV. Allerdings bietet umgekehrt auch die GKV einige Vorzüge (z. B. die beitragsfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern, Kostenübernahme von Haushaltshilfen bei Erkrankung von Kindern).

Hat man die GKV einmal verlassen ist eine Rückkehr nur möglich, wenn Sozialversicherungspflicht vorliegt - aber nicht in jedem Fall. So sind Mindestmitgliedschaftszeiten in der GKV zu erfüllen. Dies gilt vor allem für die gesetzliche Krankenversicherung der Rentner.
Nicht nur die Mitglieder der GKV sind von Erhöhungen der Beitragssätze betroffen. Auch die PKV wird i. d. R. jährlich teurer, weil allgemeine Kostenanstiege im Gesundheitswesen bei der Kalkulation der Beiträge nicht berücksichtigt werden. Es werden lediglich Altersrückstellungen gebildet, die Kostensteigerungen aufgrund des „normalen Alterns“ verhindern sollen.

Fairsicherungstips

Preiswerte Tarife mit reduziertem Versicherungsschutz sollte man hinterfragen. Die Leistungen erreichen oft nicht einmal das Niveau der GKV. Wer sich einen „vollwertigen“ privaten Tarif nicht leisten kann, sollte sich nicht privat versichern.
Selbständige mit geringem Einkommen sollten sich ebenfalls nicht privat versichern.
Die Entscheidung für eine PKV sollte möglichst früh erfolgen. Es gilt: Je älter, desto weniger ratsam ist ein Wechsel. Zumindest ein Teil der Beitragsersparnis sollte angespart werden, um eine im Verhältnis zur GKV höheren Beitragsbelastung im Rentenalter abfangen zu können.



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